Gesamtkosten im Auge behalten

Beim Modellbahnkauf solltest Du unbedingt die Gesamtkosten im Auge behalten - denn sonst kann ein Schnäppchen ganz schnell zu einem teuren Spaß werden...

Von Dipl.-Kfm. Elmar Schulte, Gründer und Projektleiter moba-preise.com

Was sind Gesamtkosten?

Unter Gesamtkosten verstehe ich die Summe aller Beträge, die beim Kauf eines Modells anfallen. Darunter zu sehen sind zum Einen der Kaufpreis für das Modell, aber - je nach Art des Kaufs - auch eventuell anfallende Versand- und Verpackungskosten, Kosten für Zahlungsabwicklung, Versicherungen, Eintrittsgelder oder Fahrkarten. Weiterhin solltest Du auch Kosten für eine eventuell nötige Überholung des Modells oder zur Beschaffung von Ersatzteilen berücksichtigen.

Warum ist die Betrachtung der Gesamtkosten wichtig?

Ganz einfach: Für Dich als Privatperson zählt nur das Geld, was Du in der Tasche hast. Kaufst Du also beispielsweise bei einem Versandhändler ein Modell für 120 Euro und wird dieses gegen Erstattung von 7 Euro für Porto und Versand zu Dir nach Hause geschickt, so hast Du gesamt 127 Euro ausgegeben, also 127 Euro weniger zur Verfügung. Nehmen wir nun weiterhin an, es fehlen auch noch Zurüstteile, die Du aber unbedingt haben möchtest. Diese kosten 4,90 Euro und werden Dir für Versand- und Verpackung von 4,00 Euro zugeschickt. Das sind zusammen 8,90 Euro, die Du weiterhin ausgeben musst. Gesamt hat Dich das Modell also 135,90 Euro gekostet. Das ist die Summe, mit der Du kalkulieren musst. Wenn Du nur die 120 Euro für das Modell im Auge hast, übersiehst Du einen nicht unerheblichen Kostenanteil. In diesem Beispiel also 15,90 Euro - mehr als 10% des Werts!

Ich denke das Beispiel zeigen recht gut, wie schnell die Anschaffung eines Modells ins Geld gehen kann. In diesem Falle hättest Du - bei kostenlosem Versand - bis zu 136 Euro für ein anderes Modell ausgeben können. Du hättest damit ggf. gleich ein Modell erwerben können, was besser in Schuß gewesen wäre und Dir ohne Mehrausgaben Arbeit zur Beschaffung und Montage der Ersatzteile erspart hätte.

Gebrauchtware mit kleinen Macken - Vorsicht Kostenfalle!

Bist Du ein Bastler und hast Du keine Scheu davor kleine Schäden selbst zu beheben? In einem solchen Fall kann es verlockend wirken ein Modell günstig zu erwerben um dann die Macken selber zu beheben. Doch hier besteht in großem Maße die Gefahr in die vorher ausgeführte Kostenfalle zu tappen. Denn zur Ausbesserung sind häufig Ersatzteile und Materialien nötig, die in der eigenen Werkstatt nicht vorhanden sind und daher erst bestellt werden müssen. Dies kostet nicht nur Zeit, die Ersatzteilbeschaffung kann auch schnell ins Geld gehen. Ersatzteile sind bei kaum einen Händler vorrätig. Diese müssen daher bestellt werden, was häufig mit nicht unerheblichen Kosten für Versand- und Verpackung verbunden ist.

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